Ehrung der Amphibiensammler 
Hilfe für Kröten an der Kurt-Schumacher-Straße:
Seit dem Jahr 2002 wird an der Kurt-Schumacher-Straße während der Amphibienwanderung ein Krötenfangzaun aufgebaut. Dieser dient dem Erhalt von zum Teil stark gefährdeten Amphibien. Ohne diesen Zaun gäbe es auf dem ehemaligen Exerzierplatz wohl keine Amphibien mehr.
Beim Bau der Kurt-Schumacher-Straße wurden keine Amphibientunnel eingebaut, da erst nach dem Bau der Straße die Wanderbewegungen der Amphibien festgestellt wurden. Die Kurt-Schumacher-Straße ist so stark befahren, dass die meisten Amphibien beim Überqueren der Straße überfahren werden würden. Die Amphibien müssen daher mit einem Krötenzaun am Überqueren der Straße gehindert werden. Der Krötenzaun muss jeweils morgens und abends abgegangen werden, um die Amphibien aus den Sammeleimern zu holen und die am Zaun entlang wandernden Tiere einzusammeln. Diese werden anschließend über die Straße getragen und in sicherem Abstand zur Straße an einem Wasserloch wieder in die Freiheit entlassen. Auf diese Weise wurden in den letzten Jahren ca. 1.600 Amphibien vor dem Tod bewahrt.
Die Sammelaktion beginnt im Frühjahr, wenn die Bodentemperaturen über ca. 7°C steigen und geht dann je nach Witterungsverlauf bis in den April. Somit kann die Aktion bis zu 10 Wochen dauern. Das heißt die Sammler müssen an den jeweiligen Terminen (jede/r ein oder zwei Mal die Woche) den Zaun abgehen und die Eimer kontrollieren. Diese Arbeiten sind aber auch dann erforderlich, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken und keine Aussicht auf Erfolg besteht eine Kröte zu finden. Es könnten ja auch andere Tiere in die Eimern geraten sein.
Die Krötensammler sind ehrenamtliche Helfer. Sie kommen aus den Organisationen des Bundes Naturschutz, dem Landesbund für Vogelschutz, dem Fischereiverein Erlangen und dem Jägerverein Erlangen. Es sind aber auch nicht organisierte engagierte Bürger dabei. Somit können die Amphibien mit relativ geringen Kosten vor dem Tod bewahrt werden.
Das Aufstellen des Zaunes wird vom Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit den Zivildienstleistenden des Umweltamtes erledigt. Den Abbau übernehmen dann die Zivildienstleistenden alleine.
Durch die Zusammenarbeit vieler Hände entsteht etwas Gutes für die Natur. Besonders erwähnenswert ist, dass Jäger und Naturschützer gemeinsam für eine Sache eintreten.